Wie Du Schritt für Schritt Deine finanziellen Gewohnheiten optimierst

„Das muss doch einfacher gehen“! Wie oft ich mir diesen Satz innerlich immer wieder gesagt habe, weiß ich schon gar nicht mehr.

Wie ich schon in den Blog Beitrag „Über mich“ beschrieben habe, bin ich ein Zögling der hiesigen Autoindustrie. Ich war schon immer sehr interessiert an den Prozessen zu den einzelnen Produkten und habe seit jeher versucht diese immer weiter zu verbessern.

Dieser Antrieb kommt aus meinem Inneren. Es macht mir einfach Spaß etwas zu optimieren und dabei noch Zeit, Energie und Kosten einzusparen und einen Mehrwert zu schaffen.

Die Autoindustrie hat dafür sogar einen Namen: Lean-Produktion

Kurz gesagt bedeutet es, das gleiche Produkt noch unkomplizierter oder einfacher zu liefern, indem man die vielen kleinen Reibungspunkte beseitigt und dadurch immer effektiver wird.

Das Ergebnis einer stetigen Verbesserung, ist letzten Endes immer die Kostenersparnis. 

Und genau darum geht es hier. Denn genau das will ich, dass Du das auch erreichst!

Eine stetige Schritt für Schritt Änderung Deiner finaziellen Gewohnheiten, sodass Du immer mehr Geld im Monat zurück legen kannst.

Aber noch einmal einen Schritt zurück, denn der nächste Satz wird Dich überraschen.

Das menschliche Gehirn ist darauf programmiert „faul“ zu sein.

„Wieso das denn?“

Das kennen wir alle. Faulheit, also der minimale Kraftaufwand, liegt jedem im Blut und erfüllt auch einen sehr wichtigen Zweck.

Der minimale Kraftaufwand spart Energie und Zeit. Und das sind nun mal die Faktoren für weitere Entwicklungsphasen.

Wer also einen Prozess im Schlaf beherrscht, also Faul sein darf, hat mehr Zeit und Energie den selben, oder einen weiteren Prozess zu verbessern.

Wenn Du Faul sein kannst, tust Du das Mindeste was nötig ist, um Deine Aufgabe zu erfüllen.

Also so viel wie nötig, nicht soviel wie möglich!

 „Aber was hat das mit unseren Gewohnheiten und dem Geld sparen  zu tun?“ wirst Du dich jetzt fragen.

Durch minimalen Einsatz maximalen Erfolg

Gewohnheiten können nur geändert, verbessert und „automatisiert“ werden, wenn diese einfach sind und Spaß machen.

Du musst also nicht sofort Deine Hausfassade neu dämmen lassen, sondern es reicht, wenn Du erstmal täglich eine Lampe auf LED – Licht umstellt. Das ist einfach und macht auch Spaß, wenn Du auf den Stromzähler schaust 🙂

Dieses wird Dich viel mehr motivieren, weil Du dir kleinere Ziele setzt und nicht jeden Tag Berge versetzen musst.

Wir glauben immer das wir für bemerkenswerte Ergebnisse sofort durchschlagende Taten vollbringen müssen.

Dieses kann natürlich in Einzelfällen auch möglich sein, aber in der Regel sind es die kleinen kontinuierlichen Veränderungen die unsere Gewohnheiten festigen und zu einer Routine werden lassen.

Zudem gehen wir kleinere Ziele viel schneller an. Schnelle große Ziele schrecken uns meist ab, da diese einen großen Zeitaufwand und Energiebedarf benötigen, wie Du ja oben schon lesen konntest.

Tägliche kleine Verbesserungen Deines Konsumverhaltens, Deines Energieverbrauches, oder Deines Sparverhaltens sind der Schlüssel für Deinen Sparerfolg!

Durch diese Methode habe ich bei mir zuhause und in meinem Betrieb in den letzten Jahren tausende Euro einsparen können.

Aber jetzt in Detail…

Wie Du Deine Geldverschwendung bewusst erkennst

Nein, Du brauchst keine Lupe, aber ein Stift und Zettel wären gleich nicht schlecht 🙂

Weißt Du was Glaubenssätze sind?

Einfach gesagt sind das Deine Wahrheiten die tief in Dir einprogrammiert sind.

Für das Thema „Geld“ wären das zum Beispiel folgende Sätze:

  • Geld ist nicht so wichtig
  • Geld macht nicht glücklich
  • Ich kann nicht mit Geld umgehen
  • Geld zerinnt mir zwischen den Fingern
  • Sparen ist verzicht
  • Das letzte Hemd hat keine Taschen
  • Es ist doch nicht mein Geld

Und so weiter…

Diese und andere Sätze haben sich vielleicht tief in Dir eingegraben.

Sie sind Dir zu einer Gewohnheit geworden, wenn es darum geht, wie Du mit Geld umgehst.

Es sind negative Gewohnheiten, denen Du unbewusst folgst.

Diese Gewohnheiten haben also somit einen erheblichen Einfluss auf Dein Ausgabe- oder Dein Sparverhalten.

Es geht mir nun darum ein Kosten bzw. - Ausgabebewusstsein bei Dir zu schaffen.

Schreibe doch einmal Schritt für Schritt auf welche Produkte Du täglich so kaufst.

Ich warte, kein Problem 🙂

Super, der erste kleine Schritt ist getan. Jetzt kommt der zweite kleine Schritt.

Schreibe bitte auch die einzelnen Kosten bzw. die Preise dahinter um Dir bewusst zu machen, wieviel Geld Du damit ausgibst.

Oh, Du weißt die Preise nicht im Kopf, dann schaue noch mal auf dem Bon nach.

Ok, Du hast den Kassenzettel auch nicht aufgehoben.

Du merkst sicherlich schon auf was ich hinaus möchte.

Kennst Du wirklich alle Deine Produkte die Du täglich kaufst?

Kennst Du auch die Preise, die Du täglich dafür bezahlst?

Wahrscheinlich nicht. Aber ich kann Dich beruhigen, weil es sehr viele Menschen gibt, die unbewusst durch Ihre Gewohnheiten ihre Kosten aus den Augen verloren haben.

Durch das Aufschreiben der Kosten beförderst Du Deine Ausgabegewohnheiten ans Tageslicht!

Du fragst Dich vielleicht bei Produkt A:

“Warum habe ich mir das eigentlich gekauft? Lag es vielleicht daran das Du einem innerem Glaubensatz gefolgt bist, wie zum Beispiel

„ das letzte Hemd hat keine Taschen“ oder vielleicht

„das Geld zerinnt mir zwischen den Fingern?“

Mit den Visualisieren Deiner Ausgaben bzw. z.B. Deiner Energieverbräuche hast Du täglich die Möglichkeit Schritt für Schritt durch kleine Verbesserungen in Deinen Gewohnheiten zu erzielen und eine Menge Geld einzusparen.

Auch der "Cafe to go" kann natürlich zur einer täglichen Routine werden und zieht Dir so jährlich mehrere hundert Euro aus der Tasche, weil Dir diese Gewohnheit gar nicht mehr so bewusst ist.

TIP: Zeige auf das Produkt der Begierde und benenne es leise für Dich. So wird Dir bewusst das Du gleich wieder Geld ausgeben könntest und überdenkst Dein Handeln vielleicht nochmal!

Gleiche Gewohnheiten bringen Dir gleiche Ergebnisse, bessere Gewohnheiten bringen Dir auch verbesserte Ergebnisse!

Bessere Gewohnheiten zum Thema sparen, wären hier die Themen, die Dir mehr Geld am ende des Monats lassen.

Dazu kommen wir jetzt! 🙂


Wie Dir Visualisierungen helfen jährlich tausende von Euros einzusparen und was das mit einer Büroklammer zu tun hat

In einer Region in England wunderte man sich warum der Stromverbrauch im Schnitt deutlich geringer war, als in den umliegenden Nachbarschaften. Es war ein Rätsel, da auch die Gebäude gleich gebaut waren. Es gab keine Anzeichen, was darauf hindeutete, dass der Verbrauch sich so immens unterschied.

Eines Tages stellten Stadtwerkemitarbeiter fest, dass in der einen Region die Stromzähler im Flur auf Augenhöhe angebracht waren und in der nächsten Nachbarschaft die Stromzähler im Keller installiert hingen.

Die Bewohner in den Häusern, wo die Stromzähler in den Fluren auf Augenhöhe angebracht waren, hatten also täglich Ihren Stromverbrauch Blick, was sie dazu angehalten hat, den Stromverbrauch so gering wie möglich zu halten.

Die Bewohner in den Häusern hingegen, wo die Stromzähler im Keller installiert wurden ist, hatten nicht so ein Bewusstsein für Ihren Stromverbauch. Wodurch die Bewohner dann natürlich auch mehr Strom verbrauchten.

Was lernen wir also aus dieser kleinen Geschichte?

Es ist unheimlich wichtig seine Ziele, seine Ausgaben und natürlich seine Einnahmen zu visualisieren und vor Augen zu haben!

Denn nur wer den täglichen Überblick seiner Finanzen hat, kann mit Ihnen bestmöglich wirtschaften!

Was heißt das also jetzt für Dich? Du willst ja zu einem herausragenden Sparer werden! 🙂

Visualisierungen sind nicht nur im Flur aufgehängte Stromzähler, sondern auch ein Haushaltsbuch, Einkaufszettel ( hier ein digitaler Vorschlag ) für jeden Einkauf, oder Essenpläne für die nächsten zwei Wochen. Auch vermerkte Sparziele in der Zukunft, Pläne zum Energie einsparen und so weiter, sind für Dich vielleicht wichtige zukünftige Ziele, die Du so nicht vergisst. 

Diese Pläne sollten zudem Ort, Zeit, Tag und die To Do’s enthalten.

Denn nur wer seine Pläne mit konkreten Daten ausfüllt kommt auch zu 90 % in handeln.

In der Fachsprache nennt man das „Realisierungsintention“.

Wer konkret plant, übernimmt am Ende eine neue bessere Gewohnheit, weil sie zur Routine wird und Dir monatlich viele Euros einspart.

Schreibst Du dir also vor jedem Einkauf einen Einkaufszettel, der Dir genau vorgibt, was Du wirklich benötigst, kaufst du auch nur das ein. Nicht mehr!

Wenn Du Deinen Einkaufszettel mit den nächsten Gerichten und benötigten Zutaten für die nächsten zwei Wochen füllst, sparst Du nicht nur Zeit und Geld für erneute Einkaufswege, sondern kannst Dich auch auf andere Verbesserungen konzentrieren. Denn Planung der Gerichte ist schon fertig! 🙂

Es gibt sehr viele Beispiele, warum man definitiv Pläne anlegen sollte, um ins Handeln zu kommen.

Am leichtesten fällt es wohl eine neue Gewohnheit zu entwickeln, wenn Du eine Gewohnheit mit einem positivem Auslösereitz verbindest.

Wenn also am Dienstagmorgen der Morgenkaffee durchläuft, schreibst Du vielleicht Deinen Einkaufszettel. Am Abend kurz bevor du ein Buch ließt, oder den Fernseher anschaltest schreibst Du beispielsweise die aktuellen Ausgaben in Dein Haushaltsbuch. 

So verknüpfst Du neue Angewohnheiten mit positiven Vorhaben, mit positiven Gefühlen und die neue Gewohnheit stellt sich viel schneller ein.


Neuen Routinen müssen attraktiv sein!

Genau und deshalb kommen wir gleich zum nächsten Punkt.

Wir benötigen für unsere Vorhaben, mehr Geld zu sparen, eine attraktive Visualisierung die uns aufzeigt, wieviel wir am Tag, durch bewusstes Handeln, eingespart haben.

Hierfür kommen mehrere Ideen zur Umsetzung in Frage. Jeder ist individuell und hat die eine oder andere Visualisierungs lieber.

Fangen wir mal mit dem ersten Beispiel an.

Es gibt Menschen, die haben zwei Gläser in der Küche. Das eine ist am Tagesanfang mit Büroklammern gefüllt und das andere ist leer. Jede Büroklammer steht stellvertretend für einen Euro.

Du sparst Dir an der Straßenecke, bevor Du in den Bus einsteigst, Deinen cafe to go für zwei Euro und denkst Dir:“ Einen Kaffee kann ich auch gleich zu Hause trinken.“

Und schwups…

wandern 2 Büroklammern in das leere Glas gegenüber 🙂

Wow...

Im Laufe des Tages gehst Du Deinem Tun nach und wirst immer bewusster, weil Du Deine Ausgaben immer besser im Blick hast.

Bei Deinem nächsten Einkauf, der jetzt strickt nach Deinem Einkaufszettel verläuft, bemerkst Du, dass Du die günstigere Marmelade etwas weiter unten im Regal auch nehmen könntest, anstatt die Markenmarmelade die schön auf Augenhöhe im Regal dem Kunden schon entgegen springt. Das hat Dir dann wieder einen Euro eingespart.

Auch bemerkst Du, dass Du jetzt gar keine Chips auf Deinem Zettel stehen hast und diese also auch nicht in deinen Einkaufswagen wandern.

Wieder zwei Euro eingespart!

Wenn Du dann Zuhause angekommen bist, ist es Dir eine Freude wieder drei Büroklammern zu den zwei vorhandenen in das Glas zu geben.

So trackst Du Deine neuen Gewohnheit und Du freust Dich schon darauf täglich Dein Büroklammer-Sparglas zu füllen.



Am Abend kommt dann der coolste Moment!

Du leerst das Glas und zählst Deine Büroklammern. Du hast also genau vor Augen wieviel Geld Du an dem Tag eingespart hast.

Voller Freude kannst Du nun am Abend die wirklichen Euros in Dein Sparschwein stecken, oder auf Dein Sparkonto überweisen.

Belohne Dich jeden Abend mit Deinem Sparerfolg und Du wirst süchtig danach werden!

Du brauchst natürlich keine Büroklammern nehmen, wenn Du das nicht möchtest, du kannst alles für die Visualisierung nehmen was Du möchtest. Du kannst Murmeln verwenden oder andere Euro Stellvertreter, die Dir optisch mehr zusagen. Du kannst es natürlich auch nur über den Tag verteilt aufschreiben, aber hier würde mir persönlich der optische Anreiz fehlen.

Du kannst auch erst am Ende der Woche Dir das gesparte Geld auf Dein Sparkonto überweisen.

Wichtig ist nur, dass sich hier bei Dir eine Routine einstellt und Du Deine Sparerfolge siehst. 

Deine Freude wird groß sein, wenn Du siehst, was Du in der ersten Woche schon eingespart hast.

Eins noch zum Schluss…

Dein Ziel sollte es sein mit kleinen Schritten zum Sparer zu werden und nicht nur mal kurz zu sparen. Wenn Du nur mal kurz sparst stellt sich keine Gewohnheit ein.

Dein Sparerfolg ist das Ergebnis täglich verbesserter Gewohnheiten und nicht einmaliger Veränderungen!

Auch bedeutet Sparen nicht auf etwas verzichten zu müssen! Du gehst nur bewusster mit Deinem Geld um und hast Deine Ausgaben im Blick. Damit gehörst Du zu diejenigen die Verantwortung übernehmen und für unerwartete Ausgaben gewappnet sind.

Auch geht die Gewohnheit zum Sparen nicht auf Kosten Deiner Lebendigkeit, Flexibilität oder Freiheit.

Genau das Gegenteil ist der Fall.

Deine bewusste Routine zum Sparen ermöglicht Dir erst lebendig, flexible und frei zu sein!

Ohne die Angewohnheit zum Sparen wirst Du um jeden Euro kämpfen müssen und bist unvorhergesehen Einflüssen machtlos ausgesetzt. Wenn Du sparsamer lebst, wirst Du in der Zukunft mehr finanziellen Spielraum haben.

Verbessere also täglich Dein Sparverhalten und werde somit zu einem echten Talerplaner. Freue Dich jeden Tag darauf zu sehen, wie Dein Sparkonto wächst!

Übrigens… hat Dein Sparschwein oder Dein Sparkonto schon einen Namen? Wie wäre es mit dem Namen Deines Sparzieles… 🙂

Auf Deinen Sparerfolg!

Florian

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