Die Not Groschen Strategie

Ja ich weiß, den Groschen an sich gibt es schon lange nicht mehr, aber das Wort Notgroschen stirbt nicht so leicht aus.

Spannend ist auch, dass der Ausdruck Not Groschen aus meiner Heimatstadt Braunschweig aus dem Jahr 1860 stammt.

Insoweit kennt ihn jeder und jeder weiß um seine Bedeutung.

Da nicht jeder weiß, wie man diesen am besten anspart, oder wieviel man am besten auf der hohen Kante für einen sogenannten Lösetaler anlegen sollte.

Dementsprechend möchte ich dir gerne einige Impulse und neue Erkenntnisse wiedergeben, die für dich und deine individuelle Situation vielleicht entscheidend sein könnten.

Denn der Not Groschen ist eine wirklich entscheidende Rücklage, die du für ungeplante unvorhersehbare finanzielle Umstände und Ausgaben ansparen solltest.

Was ist eigentlich ein Not Groschen genau?

Der Begriff Juliustaler, Lösetaler oder Not Groschen kommt aus dem schon angesprochenen Raum Braunschweig und soll Menschen wie dir und mir helfen schnell finanziell flüssig zu sein.

Entscheidend ist hier das der Not Groschen immer in deiner gewählten Höhe, schnell verfügbar ist und immer wieder nach einer Geldentnahme von dir aufgefüllt wird.

Entsprechend hilft dir der Not Groschen schnell und unkompliziert in einer finanziellen Notsituation kurzfristig Ausgaben zu tätigen die auch mal etwas höher sein können.

Dazu braucht es schon mal einen prall gefüllten Geldsack, nämlich deinen Not Groschen.

Wo sollte der Not Groschen verfügbar sein?

Insoweit kommt ganz darauf an. Dieses ist individuell verschieden. Aus diesem Grund gehen die Meinungen hier auseinander. Entweder sprechen die einen von 3 Netto-Monatsgehältern, die anderen von bis zu 12 Netto Monatsgehältern.

Infolgedessen ist es entscheidend wie wahrscheinlich ein Fall eintritt, der kurzfristig und sehr schnell hohe finanzielle Mittel erfordert.

Ich unterscheide hier in 3 Kategorien für einen Not Groschen:

  • Bargeld

Folglich muss dieses sofort verfügbar sein.

Denn nur so ist man sofort liquide und kann sofort Geld für eine aktuelle Notsituation ausgeben.

Insofern könnte zum Beispiel dieses an Tagen sein, wo die Bank oder der Geldautomat geschlossen ist und man plötzlich Geld benötigt für eine Werkstatt, oder Hotel wo es keine Kartenzahlung gibt.

Je nach dem sind die Beträge bis 500 €.

  • Girokonto

Das Geld ist in der Regel bis zu 1000 € sofort am Geldautomaten abzuheben.

Es kommt darauf an wie hoch du die Bargeldauszahlung bei deinem Bankanbieter angegeben hast, den du Bar am Geldautomat abheben kannst.

Kurzum kannst du von deinem Girokonto Überweisungen bis zu deinem täglichen von dir eingestellten Überweisungslimit vollziehen.

Auch hier wäre das Geld entweder am selben Tag auf dem Konto des Empfängers oder spätestens einen Tag später.

  • Tagesgeldkonto

Hier sollte dein gewählter Höchst-Betrag für deinen Notgroschen zur Verfügung stehen.

Denn hier gibt es aktuell zum einen gute Zinsen, z.B. bei der DKB, oder zum anderen ist das Geld hier nicht fest angelegt und dein gewünschter Betrag wird in der Regel einen Tag später auf deinem Girokonto zu finden sein, wenn du eine Umbuchung vornimmst.

Hier musst du aber auch ein tägliches Überweisungslimit angeben. Dieses Limit hängt also auch von der Höhe ab, die die schnellst möglichst brauchen könntest.

Was uns zum folgenden Thema bringt.

Wieviel Geld solltest du als Not Groschen zur Seite legen?

Genau, dass ist die spannende Frage.

Wie gesagt ist die Höhe auch entscheidet, welche Risiken du abdecken möchtest.

Hier eine Möglichkeit für die du dich entscheiden könntest.

Bargeld = 500 Euro

Girokonto = 1000 Euro

Tagesgeldkonto = 10.000 Euro

Entscheidend sollte sein was du im Worst Case finanziell abdecken möchtest. Hier ein weiterer Artikel der das Thema behandelt:

Notgroschen: So viel Geld solltet ihr für absolute Notfälle sparen - Business Insider

Bargeld

Bei Bargeld von 500 € könnte das zum Bespiel ein Hotelaufenthalt, eine kleine Autoreparatur oder eine doch etwas höhere Einkaufkosten sein, die durch ein defektes Kartenlesegerät oder andere EC Karten und Bankautomatenausfälle nicht abgedeckt sind.

Girokonto

Hierbei könnte entscheidend sein, welchen Betrag du abschließend aller abgehenden monatlichen Kosten als Not Groschen verwenden möchtest. Welche Summe brauchst du ganz schnell innerhalb von einigen Stunden aus dem Bankautomat. Hier könnten 1000 € als schnelles „Eingreifmittel“ die richtige Wahl sein. Mit diesem Geld ist schnelle eine neue Waschmaschine, ein neuer Geschirrspüler, ein neuer Smart TV, oder eine schnelle Reparatur womöglich bezahlt.

Tagesgeldkonto

Hier sollte auch aufgrund der aktuellen Zinsen der Hauptanteil deines Not Groschens liegen.

Nach meinen Erfahrungen wären hier 3-6 Monatsgehälter ausreichend.

 Jedoch kommt es wie gesagt auf deinen persönlichen „Worst Case“ an, den du mit dem Not Groschen auf dem Tagesgeldkonto abdecken möchtest.

Das könnte ein neues gebrauchtes Auto, eine neue Heizung, eine teure Reparatur, oder ein Unfall im Ausland (wenn nicht versichert) sein. Auch eine längere Krankheit könnte dafür verantwortlich sein, dass du einige Monate auf deinen Not Groschen zurück greifen musst, um die Hausnebenkosten, die Hypothek oder andere Kredite zu bezahlen.

Wie kannst du schnellstens einen Notgroschen ansparen?

Ganz schnell geht es natürlich wenn du einige Monate alle Ersparnisse in den Aufbau deines Not Groschens steckst.

So solltest du in maximal einem Jahr den Aufbau beendet haben, je nach dem wieviel du verdienst und am Anfangs des Monats schon zurück legen kannst. Genau, du hast richtig gehört. Es ist eine gute Möglichkeit einen Dauerauftrag schon am Anfang des Monats einzurichten, womit dein Not Groschen angespart wird. Denn so ist das Geld schon weg, oder verplant und du kommst nicht in Versuchung dieses auszugeben.

So bist du vielleicht noch schneller!

Solltest du aber noch Schulden haben, also Konsumkredite abbezahlen, oder auch noch Dispozinsen abdrücken, dann könnte für dich eine 50 / 50 Regelung die richtige sein.

Das bedeutet, dass du 50 % deiner Spareinlagen die ja automatisch schon am Monatsanfang für deinen Not Groschen-Aufbau „abgezogen“ werden, dafür verwendest, deine Kredite abzuzahlen und aus dem Dispo heraus zu kommen und zum anderen 50% dafür verwendest um deinen Not Groschen auf zu bauen.

3 Tipps wie du deinen Not Groschen ansparst

Zum einen kannst du deinen Not Groschen wie gesagt durch einen monatlichen Dauerauftrag sehr schnell aufbauen.

1. Tipp

Eine andere Variante wäre zu schauen, wieviel Geld du am Monatsende übrig hast und knappst davon etwas für deinen Not Groschen ab. Diese Variante wird wahrscheinlich etwas länger dauern.

2. Tipp

Abgesehen davon ist auch ein Notgroschenaufbau mit Hilfe von Kleingeld möglich. Wie du hier lesen kannst.

Wie Du mit Kleingeld sparen zu einem erfolgreichen Sparer wirst (talerplan.de)

Mit dem sparen von Kleingeld dauert es natürlich viel länger, aber auch das ist möglich.

3. Tipp

Demensprechend können Geldgeschenke, Steuerrückerstattungen, Payback guthaben, Verkäufe und andere Einkünfte dazu genutzt werden deinen Not Groschen aufzubauen.

Was bei einem Not Groschen wichtig ist!

Es ist extrem wichtig, den Not Groschen immer wieder aufzufüllen. Das heißt, wenn du eine große Summe abgehoben hast um einen ungeplante finanzielle Belastung zu bezahlen, diesen Betrag auch wieder in den nächsten Wochen oder Monaten deinem Notgroschen-Konto zufügst.

Denn ohne einen schnell verfügbaren Notgroschen können ungeplante finanzielle Belastungen schnell zu einem Problem und in einen Schuldensumpf führen.

Ich hoffe dieser Beitrag konnte dir schnell weiterhelfen einen soliden Not Groschen aufzubauen.

Ich freue mich von dir zu hören!

Dein Florian

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