Geld Glaubenssätze, du bist was du denkst

Finanzielle Glaubenssätze können unterschiedliche Qualitäten und Auswirkungen auf dich haben, denn sie können entweder positiv „Geld ist gut“, „Ich habe meine Finanzen im Griff“, oder negativ sein „Geld ist schlecht“, „Das Geld zerrinnt mir durch meine Finger“.

Die negativen Formulierungen sind meist sehr weitreichend, wertend und allgemein gehalten und somit tief in uns verankert.

Oder wie ich es sagen würde:“ Wir lassen kein gutes Haar an uns!“

Nachrichten oder Informationen, die mit dem Glaubenssatz übereinstimmen, werden schnell unbewusst oder bewusst von dir innerlich bestätigend verarbeitet, während widersprüchliche Informationen an dir abprallen, übersehen oder verzerrt werden.

Die Entstehung von Glaubenssätzen

In unserer Kindheit hörst du deinen Eltern und anderen Bezugspersonen immer wieder über das Umfeld, über das Leben, über dich selbst und über andere Menschen sprechen.

Dieses hast du als Kind förmlich aufgesaugt, um dich irgendwie in der komplizierten und komplexen Welt und deinem Umfeld orientieren zu können.

Die meisten dieser Aussagen und Meinungen speichern wir genauso ab, wie wir sie hören, als würde es sich bei ihnen um unumstößliche Wahrheiten handeln.

Zum Beispiel, weil Du von deinen Eltern gehört hast:“ Wir haben schon wieder kein Geld!“

Zusätzlich machen wir Lern-Erfahrungen und merken schnell, was wichtig ist, um zu überleben und somit nicht in Schwierigkeiten zu geraten.

Da nehmen wir noch ein Beispiel, was dir ein besseres Verständnis geben soll.

Wenn deine Eltern immer schon einen überzogenen Lebenswandel gelebt haben, obwohl sie eigentlich dafür kein Geld hatten, ist die Chance sehr groß, dass es auch für dich richtig ist nicht auf dein Geld zu achten, oder sogar immer wieder Schulden zu machst.

Glaubenssätze sind die Brille, durch die du die Welt betrachtest

Auf diese Weise bildest du dir sogenannte fundamentale Grundüberzeugungen aus, wie die Welt um dich herum funktioniert. Die sogenannten Glaubenssätze werden „geboren“.

Denn du lernst, wie andere Menschen in deinem Umfeld ticken und wie du handeln oder sein solltest.

Diese Glaubenssätze werden zu einem wesentlichen Teil deiner Persönlichkeit.

Sie haben Einfluss darauf, wie du dich bei bestimmten finanziellen Themen fühlst, wie du Situationen bewertest und wie du dich zum Beispiel bei Kaufentscheidungen verhältst.

Am Beispiel der Eltern noch einmal dargestellt, da wäre ein möglicher Glaubensatz zum Beispiel:“ Wenn ich mir das jetzt nicht leiste, bin ich nicht gut genug.“ 

Wann werden Glaubenssätze zum Problem?

Kurz gesagt: Deine Glaubenssätze werden zu einem Problem, wenn sie dich daran hindern sollten, deine Ziele zu erreichen.

Wenn sie deine Beziehungen gefährden, oder weil es dir ständig miserabel geht, deine Belastungen zunehmen oder dich in einer falsch gefühlten Sicherheit wiegst.

Deine Glaubenssätze beeinflussen nicht nur deine Gedanken, sondern somit auch deine Gefühle und deswegen auch dein Verhalten, weil wir das am Beispiel von den Eltern gerade lesen konnten.

Dein Verhalten jedoch sorgt also dafür, dass die verinnerlichten Glaubenssätze geglaubt und bestätigt werden und sich somit noch viel mehr verfestigen.

Hier möchte ich dir noch ein Beispiel nennen:

Dein möglicher Glaubenssatz, dass dir das Geld eh zwischen den Fingern zerinnt, dazu führt, dass du dich nicht um deine laufenden Verträge kümmerst, weil du keine Kostenkontrolle hast, da sie „gefühlt“ eh keinen Sinn macht.

Damit verwehrst du dir selbst die Erfahrung, dass du vielleicht doch etwas kannst und fühlst dich noch minderwertiger, da dein Geld in der Realität wirklich immer weniger wird und du bereits beginnst Schulden zu machen.

Dein Glaubenssatz wird also bestätigt.

Glaubenssätze verändern

Um Glaubenssätze verändern zu können, muss du ein bisschen Geduld und Ausdauer und Bewusstsein mitbringen.

Aber keine Angst es klingt komplizierter als es ist, denn Glaubenssätze sind also so wie Routinen oder Gewohnheiten die in kleinen Schritten wahrgenommen und geändert werden können, wenn man sie mit etwas positiven oder etwas attraktiven verbindungen werden.

Ließ dazu auch meine  Artikel Wie Du Schritt für Schritt Deine finanziellen Gewohnheiten optimierst (talerplan.de).

Wenn du schon seit 10 Jahren mit einem Glaubenssatz herumgelaufen bist, wirst ihn nicht so schell verändern können.

Eine gute Methode ist zum Beispiel auch die Methode der Powersätze.

Diese Methotik beschreibt die Umkehr der negativen Gläubenssätze in positive Glaubenssätze.

Beispiel:

„Ich bin es nicht wert, so viel Geld zu besitzen!“

Umkehr:

„Ich bin es wert sehr viel Geld zu besitzen und damit ein Leben zu führen, weil ich davon träume!"

Es lohnt sich also zunächst einmal herauszufinden, welche Glaubenssätze und Grundüberzeugungen du hast.

Hierzu kannst du deine Familie, Freunde also enge Vertraute fragen und natürlich dich selber reflektieren.

Was denkst du über dich und die Welt, dein Umfeld und deinem Verhalten?

Welche Annahmen und Verhaltensweisen sind typisch für dich?

Hast du das erstmal erkannt, kannst du diese Grundüberzeugungen zu prüfen, frei nach dem Motto:

Glaube nicht alles, was du denkst. 😉

  1. Was spricht denn wirklich dafür, dass es so ist und was spricht dagegen?
  2. Woher hast du  diese Annahme und hilft sie dir heute noch in deinem Alltag?
  3.  Im dritten Schritt kannst du versuchen, diese Annahmen umzuformulieren.

Dabei ist eine leichte Abänderung am Anfang vielleicht etwas leichter und glaubhafter, als die komplette Umkehrung ins übertrieben erscheinende Positive.

Auch kannst du dir wie gesagt Unterstützung bei schon bewussten Glaubenssätzen oder Grundüberzeugungen bei engen Vertrauten oder deinem Partner suchen.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Dein Florian

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